In einer Silvesternacht um 5 vor 12 wurde in Bremerhaven wohl eine der außergewöhnlichsten Künstlerinnen unserer Zeit geboren: Ute Patel-Missfeldt.



Schon das kleine Mädchen zog durch ihr unwiderstehliches Charisma sämtliche Mitmenschen in ihren Bann. Dass dies keine Übertreibung ist, wird spätestens dann klar, wenn Sie das Glück haben, sie einmal persönlich kennen zu lernen.
Ihre berufliche und künstlerische Laufbahn fundierte sie mit einer grafischen Ausbildung in ihrer Heimatstadt Bremerhaven. 
Durch Beweis ihres außergewöhnlichen Talents und ihre Liebe zur Kunst, sowie eine überzeugende Stilsicherheit und Originalität, arbeitete Sie bald als Fachlehrerin für Kunst am Gymnasium Langen.



Auch im Auftrag des Rundfunks Südwestfunk Baden-Baden gab sie Unterricht im Aquarellieren. So blieb es nicht aus, dass auch das Fernsehen, darunter ARD, ZDF, RTL, WDR, SWR und einige andere Sender, gerne von ihrer übersprühenden Kreativität profitierten. Dabei ist sie keineswegs nur auf die Malerei fixiert. Sie entwarf auch Kleider für Fernseh-Modenschauen, sowie diverse Opernroben und gestaltet für namhafte Porzellanmanufakturen exklusives Porzellan, Wandteller und Vasen. 

Aber das ist noch nicht alles. In ihrem Leben hat sie viel bewegt: Seit 1997 ist sie engagiert als Gründungsmitglied und Schirmherrin des bundesdeutschen Kunstvereins »Seide e.V.«. Zudem schrieb sie 42 Fachbücher, illustrierte Kalender, Romane, Satiren und Gedichtbände und übernahm unter anderem die künstlerische Gesamtleitung und Intendantenfunktion der »Österreichischen Donaufestspiele« in Grein. Im Schloss des Prinzen Sachsen Coburg und Gotha, Königin Sylvia und König Karl Gustaf waren häufig zu Besuch.



Über alledem hat sie sich immer ein Herz bewahrt für Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung anderer angewiesen sind. Im speziellen sind das eine indische Frauenorganisation, Mahila Sang (dafür bekam sie den ersten Preis der UNESCO), Kartei der Not, Greenpeace und Amnesty International.


Im Jahre 2004 verlieh ihr die Stadt Neuburg a. d. Donau den Kulturpreis. Wenn sie nicht unterrichtet – an Universitäten und renommierten Kunstakademien – oder an einem Projekt arbeitet, organisiert sie weltweit Ausstellungen ihrer Kunst.

Der TV-Sender Bayern3 hat 2009 ihr Leben verfilmt. Mit der höchsten Einschaltquote die für die Serie "Lebenslinien" je erreicht wurde, hat sie vielen Menschen Lebensmut und Freude vermittelt. Die Deutsche Welle hat diesen Film weltweit ausgestrahlt. Servus-TV drehte 2013 einen Dokumentarfilm über ihren Garten, in dem viele außergewöhnliche Pflanzen vereint sind. ORF drehte den Film „ Leute nehmt die Wäsche rein, die Komödianten kommen“, über die Festspieler.


2013 wurde ihr der Kunst- und Kulturpreis des Altmühltals verliehen.
Am 29. Januar 2016 hatte sie im WDR in der TV-Sendung "Kölner Treff" über ihre Lebensmaxime "man sollte sich immer ein wenig mehr vornehmen, als man sich zutraut" gesprochen und ihr Buch "Vom Vergnügen anders zu sein" vorgestellt.


Auf der Leipziger Buchmesse 2016 zeigte auch der NDR Interesse daran, Ute Patel-Missfeldt mit Ehemann Prof. Dr. med. Vallabhbhai Patel als Studiogäste in der TV-Sendung "DAS!" auf dem berühmten "roten Sofa" zu interviewen. Der Live-Sendetermin war im Juli 2016. Im November 2016 wird sie wieder Deutschland und Neuburg an der Donau, ihre Heimatstadt, in einem internationalem Porzellandesigner-Wettbewerb als Jurorin, übrigens als einzige Frau, in Peking vertreten. Dort erwartet sie unter anderem ein Fernsehauftritt und eine große chinesische Fangemeinde. 
Im Jahr 2017 brachte Ute Patel-Missfeldt das Katzen-Ausmalbuch "Miau!" heraus, 2018 erschien das Buch "Indogermanische Küche" und 2019 folgte ihre Fortsetzung in der Reihe der Kochbücher "Ist noch Suppe da!" und zuletzt der Kalender für 2020 mit dem Titel "Damit wir auch 2020 was zu lachen haben!".



So viel Energie ist es auch zu verdanken, dass ein fast aussterbender Berufszweig plötzlich im Fokus der Öffentlichkeit steht und sich so viele Menschen wieder für Hüte begeistern. Übrigens könnte sich die Modisten-Zunft kaum eine bessere und leidenschaftlichere Repräsentantin wünschen. Seit 1998 ist ihre Hutschau zur weltgrößten Hutverkaufsschau mit ca. 15.000 Kopfbedeckungen angewachsen. Modisten und Hutmacher aus aller Welt treffen sich seitdem stets am letzten Septemberwochenende – bis 2019 in Neuburg an der Donau – und seit 2021 in Ingolstadt.



Entspannen kann sich die Künstlerin in ihrem wunderschönen Garten auf Schloss Grünau. Dort lebte und arbeitete sie mit ihrem Ehemann Professor Dr. Vallabhbhai Patel (1934 – 2017), der eine nicht weniger außergewöhnliche Persönlichkeit war. 
Im September 2017 verstarb Prof. Dr. V. J. Patel – damit endete eine große Liebe zweier Menschen. Mit seinem letzten Buch, eine wissenschaftliche Ethik "Du hast nur ein Leben für das Glück" vermittelt er posthum noch den Sinn des Daseins.
2019 wurde das letzte Buch "Klares Denken, Lügen inbegriffen" von Prof. Dr. med. Vallabhbhai Patel posthum im Lenz Verlag, herausgegeben. Die Welt verlor mit ihm einen der ganz Großen.


Sie haben vier Kinder.